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Einzelausstellung: Alfred Haberpointner: Struktur - Textur - Raum / Ground Floor (vorbei)

25 Mai 2012 bis 14 Juli 2012
  Alfred Haberpointner: Struktur - Textur - Raum / Ground Floor
Alfred Haberpointner, Kopf, 2010, walnut wood burned, 31 x 25 x 20 cm
 
www.galerie-mam.com MAM Mario Mauroner Contemporary Art

MAM Mario Mauroner Contemporary Art
Weihburggasse 26
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-1-904 2004
www.galerie-mam.com


Der österreichische Bildhauer Alfred HABERPOINTNER behandelt Holz und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Die Behandlung des Materials in all seinen möglichen Nuancen und Schattierungen erfolgt durch eine kraftvolle mechanische Behandlung, deren Spuren sichtbar werden. Der Künstler schlägt, hackt und brennt, fordert das Material heraus und verlangt ihm alles ab. Das Resultat sind Werke, die einerseits konkret figürlich erkennbar und fassbar sind, aber andererseits auch in ihrer abstrakten Geometrie verhaften bleiben können.

HABERPOINTNERs Skulpturen, seien es Hände, Haken, (überlebensgroße) Köpfe oder Schuhe sind Zeichen, die immer auch kultur-soziologisch konnotiert sind. Sei es die geöffnete Hand, welche auf Bitte und Gabe verweist, oder der Haken, der für Gewicht, Hängen, Heben und Tragen steht. HABERPOINTNER will keine Geschichten erzählen, nicht interpretieren, viel mehr ist für ihn das Zusammenspiel von Form, Material, Oberfläche, und Zeichen entscheidend. Gerade die Form ist in den Werken des Künstlers durch ihre Subjektivität und Prägnanz charakterisiert. HABERPOINTNER will keine genauen anatomischen oder mathematischen Formen schaffen, sondern viel mehr eine mögliche Komplexität und Variation kreieren. Nicht zuletzt verweisen die sich wiederholenden Motive auf HABERPOINTNERs Absicht, dass seine Skulpturen nicht mehr als Bildhauerei sein wollen.

"Entscheidend ist diese gewisse Art [der] Liebe zum Holz. Auf der einen Seite ist es etwas, mit dem ich sehr stark verbunden bin. Auf der anderen Seite bemühe ich mich, diese Verbundenheit auch zu überwinden, [...] sie wieder abzuschütteln, sie in den Hintergrund zu drängen", sagt der Künstler über sein Verhältnis zum Material Holz. Sein Versuch zu verdrängen, wird bei ihm durch ein Verdrängen der Holzsichtigkeit, wie sie uns in der Natur begegnet, evoziert. Ob er seine Holzköpfe mit Blei überzieht oder sie mit Eisenplättchen versieht, der darunterliegende Holzkörper bleibt immer erkennbar. Auch bei seinen "gehackten" und "geschlagenen" Objekten werden die Eigenschaften des Holzes buchstäblich an die Oberfläche gebracht.

Die Wahrnehmung des Betrachters setzt bei HABERPOINTNERs Werken einen aktiven und konstruktiven Vorgang voraus. Nicht nur das Auge wird angeregt, sondern auch der Tastsinn. Die obsessive Bearbeitung regt das Materialgefühl des Betrachters an, welche in einer einzigartigen Tasterfahrung resultiert. Der Künstler macht auf diese Weise auf die Erfahrungsarmut in Bezug auf Natur aufmerksam, welche den anonymisierten, anscheinend allwissenden Stadtmenschen längst eingeholt hat. In der Ausstellung Struktur-Textur-Raum soll dieses Verhältnis von Künstler, Material und Betrachter angesprochen werden und zu Diskussionen führen.

Wir danken für Ihr Interesse und freuen uns, Sie in der Galerie begrüßen zu dürfen,

Mario Mauroner & Team

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