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Gruppenausstellung: CLASSICAL : MODERN (vorbei)

12 April 2006 bis 24 September 2006
 
 
  Daimler Contemporary

Daimler Contemporary
Alte Potsdamer Str. 5
10785 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30-259 41 420
www.sammlung.daimler.com


Die Werkgruppe der klassischen Moderne in der Daimler Kunst Sammlung, die 1977 mit dem Ankauf eines Gemäldes von Willi Baumeister begründet wurde, umfasst vorrangig Malerei, aber auch Skulptur, Wandobjekte und Graphik.

Sie zeichnen ein Bild der Entwicklung der Kunst bis in die 1960er Jahre des 20. Jahrhunderts mit schwerpunktmäßigem Bezug zum südwestdeutschen Raum.

In das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts datieren zwei Kompositionen Adolf Hölzels und bilden so chronologisch den Auftakt der Sammlung. Hölzel, der 1905 an die Stuttgarter Akademie berufen wurde, zählte u.a. Willi Baumeister, Camille Graeser, Otto Meyer-Amden, Oskar Schlemmer, Johannes Itten, Adolf Fleischmann und Ida Kerkovius zu seinen später prominenten Schülern; sie sind mit - den Entwicklungsgang nachzeichnenden - Werkgruppen bzw. repräsentativen Einzelwerken vertreten.

Schlemmer - dem mit neun Arbeiten aus drei Jahrzehnten innerhalb der Kunst Sammlung Daimlerbesonderes Gewicht zukommt - war von 1921-28 als Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau tätig.

Josef Albers, dessen Biographie ebenfalls wesentlich durch Studium und Lehrtätigkeit am Bauhaus geprägt wurde, emigrierte 1933 in die USA, wo er eine der führenden Lehrerfiguren wurde. Vier Werke in der Sammlung zeichnen die wichtigen Entwicklungsschritte der amerikanischen Zeit nach.


Ein besonderes Sammlungsinteresse ist Max Bill gewidmet. Bill studierte am Dessauer Bauhaus bei Schlemmer, Kandinsky und Klee und war 1950 Mitbegründer sowie erster Rektor der Ulmer Hochschule für Gestaltung.
In Paris wurde Bill Mitglied der 1931 gegründeten Gruppe »abstraction - création«, der u.a. auch die in der Sammlung vertretenen Künstler Arp, Baumeister und Vantongerloo angehörten. Die Letztgenannten bilden zusammen mit Camille Graeser, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse den Kern der »Zürcher Konkreten«, deren Wortführer und theoretischer Kopf bis in die 1960er Jahre hinein Max Bill blieb.

Friedrich Vordemberge-Gildewart - kurzzeitig Student am Bauhaus in Weimar und Dessau, Mitglied von »De Stijl«, Mitbegründer von »die abstrakten hannover«, mit Bill befreundet und späterer Lehrer an der Ulmer Hochschule - berührt alle diese Kreise und kann als wichtigster Pionier der konkreten Kunst in Deutschland angesehen werden.

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