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Einzelausstellung: Claudia Rogge - "A Retrospective" (vorbei)

23 Januar 2010 bis 6 März 2010
 
 
www.galerie-mam.com MAM Mario Mauroner Contemporary Art

MAM Mario Mauroner Contemporary Art
Weihburggasse 26
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-1-904 2004
www.galerie-mam.com


Claudia Rogge wurde 1968 in Düsseldorf geboren, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Seit ihrem 2002 gestarteten Projekt mob il 1 ist sie von internationaler Präsenz; genau diesen Zeitraum ihres künstlerischen Schaffens versucht der, sieben Arbeitsjahre umfassende, Bildband "A Retrospective" abzudecken. Der, von David Galloway editierte, Katalog gibt auf 127 Seiten einen guten Einblick in die Arbeit Rogges; in chronologischer Reihenfolge werden ihre Fotoserien präsentiert, so kann man ihre künstlerische Entwicklung besonders gut nachvollziehen. Es wird deutlich, dass das Werk Rogges von zwei paradoxen Phänomenen geprägt ist, dem Individualismus und der Massengesellschaft. Außerdem wird die Arbeitsweise der Künstlerin klar skizziert; sie lässt, einer Choreographin gleich, den Einzelmenschen durch eine perfekte Inszenierung Teil der Masse werden. Claudia Rogge nimmt, durch die überaus ästhetische Darstellung der Menschenmenge, "der Masse" das Negative, Furchteinflößende. Die geklonten Figuren der Serie Rapport lassen an abstrakte Ornamente, Muster denken, genauso die darauf folgenden, weniger streng wirkenden, dennoch genau durchkonstruierten Arrangements der Masse, die Serien Uniform, Dividium und andere.

Nicht nur für die Entstehung dieses Bilderkataloges waren die Installationen mob il 1 und mob il 2 von großer Bedeutung, diese Arbeiten, welche darin bestanden, mit großen gläsernen, mit 5000 Kunststoffbabyköpfen oder 66 knienden Kunststoffmännern beladenen, LKWs, Europas Hauptstädte abzufahren, bilden einen wichtigen Einschnitt im Schaffen der Künstlerin. Das Echo des Publikums auf diese Inszenierungen, welches durch fast nur negative Assoziationen ausfiel, ließ die Künstlerin endgültig zur Photographin werden, welche sich als Ziel die Fragen steckte, ob die Masse überhaupt als etwas Harmonisches empfunden werden kann und ob und wie Massengesellschaft und Individualität zusammenspielen können.

Durch ein, in den Bildband eingegliedertes Gespräch zwischen Claudia Rogge und David Galloway werden all die Fragen beantwortet, welche bei der reinen Betrachtung der Fotoarbeiten offen bleiben oder welche sich dadurch stellen. Unbeantwortet bleiben nur, und das macht die Arbeiten besonders faszinierend, Rogges an sich selbst gerichtete Zielfragen.

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