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Gruppenausstellung: Die "alten" Wilden (vorbei)

27 Januar 2001 bis 3 März 2001
  Die
Herbert Brandl; "Ohne Titel", 1991, Öl auf Leinwand auf Holz, 182 x 153 cm
 
www.galerie-mam.com MAM Mario Mauroner Contemporary Art

MAM Mario Mauroner Contemporary Art
Weihburggasse 26
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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Vom "ziemlich - langsamen Ende der Malerei"
Während die Internationale Kunstwelt in den siebziger Jahren das Tafelbild - zum wievielten Mal - für tot und das Ende der Malerei für besiegelt erklärte, fanden in Österreich junge Künstler - interessanterweise vorallem aus den Bundesländern gebürtig - an den Wiener Kunstschulen zu einem frechen, frischne Ansatz und nahmen so vorweg, was kurz darauf europa- ja weltweit als Kulturschock der Achtziger Jahre Furore machen und als „Neue Wilde“ etikettiert, Szene und Markt im Handstreich einnehmen sollte.
In einer damals (1986) heftig diskutierten und vielbeachteten Ausstellung der Kunsthalle Bern und des Wiener Museums Moderner Kunst: „Hacken im Eis.“ ging der Stern von Künstlern auf, über die Denys Zacharopoulos im Katalog schreibt: „sie suchen nach der Wirklichkeit in der Sache selbst, der Malerei - in der Sache, die dazu gelangt, selbst wirklich zu sein: im Medium der Malerei.
Es handelt sich nicht um Abstraktion von etwas, die Werke sind auch nicht Protokolle körperlicher oder seelischer Zustände, nicht Ausdruck von Freiheit, von geändertem Lebensgefühl, wie dies oft auf die Gemälde der Jahrhundertwende oder die der 50er oder 60er Jahre - zu denen einzelne formale Bezüge herzustellen möglich wäre - zugetroffen hat. Es geht primär um Malerei, jedoch nicht um philosophisch - untersuchenden Sinn, sondern um ihre Konkretisierung im Bild.
"Das Gemälde ist jenes Magma aus Materie und Ding, dass das reale Ding konstituiert und das für den Blick ein Widerstand ist. In diesem Widerstand ereignet sich die Erinnerungsspur als Bruch und als Anhaltspunkt, der im Erfassen des Blicks zustande kommt. Nur so ist das Gemälde zu gleicher Zeit von dem Maler gemalt und von dem Blick, der es erfaßt, angesehen."


Bei der Auswahl der Künstler unserer Ausstellung folgen wir im Wesentlichen dieser legendären Berner Auswahl, zu der Wolfgang Drechsler im Katalog den folgenden Aufsatz:
"Wenn fünf Ähnliches tun, ist das noch nicht dasselbe" schreiben sollte. Umso spannender, die Entwicklungslinien dieser Künstler in unserer Ausstellung durch nun schon - zwanzig Jahre - verfolgen zu können.

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