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Einzelausstellung: Johannes Lotz - Randerscheinungen (vorbei)

11 September 2009 bis 17 Oktober 2009
  Johannes Lotz - Randerscheinungen
Johannes Lotz, Detail aus 'Neuer Mann', 2008, 195 x 155 cm, Öl und Tusche auf Leinwand
 
  Parrotta Contemporary Art - Stuttgart

Parrotta Contemporary Art - Stuttgart
Augustenstr. 87-89
70197 Stuttgart
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)711 - 69 94 79 10
www.parrotta.de


Die Galerie Parrotta Contemporary Art Stuttgart eröffnet die neue Ausstellungssaison nach der Sommerpause mit den Einzelausstellungen zweier Künstler, deren eigenwillige Dynamik im Mal- und Zeichenstil verwandt zu sein scheint, obwohl die Wirkungszeit des älteren um mehr als 100 Jahre zurückliegt.

Der Maler Johannes Lotz (*1975) wurde von der Galerie Parrotta Contemporary Art bereits in der kuratierten Gruppenausstellung „into the woods tonight" 2007 in Stuttgart und Berlin vorgestellt.

Galeriewochenende Art Alarm:

Samstag, 19. September 2009, 11.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag, 20. September 2009, 11.00 bis 18.00 Uhr

Kurztext:

Johannes Lotz »Randerscheinungen«

Unter dem Titel »Randerscheinungen« vereint die Ausstellung neueste Gemälde und Zeichnungen des 1975 in Saarbrücken geborenen Malers Johannes Lotz.

In seiner künstlerischen Arbeit umkreist Johannes Lotz die menschliche Figur, um sie malerisch entweder zu verorten oder ihr jeden Bezugspunkt zu entziehen. Mal wird sie zur Randfigur einer übersteigerten Umwelt, mal gewinnt sie eine labile Dominanz über den Bildraum, der sich zurückzuziehen scheint wie in ein schwarzs Loch. Hier liegt der Grat, an dem sich die Ausstellung orientiert und der sich im Werk des Künstlers abzeichnet.

So sind die Bildflächen bei Johannes Lotz zum Teil vollständig von dynamischen Elementen beherrscht, die an den malerischen Gestus fauvistischer, frühkubistischer und expressionistischer Tradition denken lassen. Die gleichsam aus einem exaltierten Wirbel heraus geborenen Figuren sind lediglich Elemente eines vielstimmigen Raumes. Weite Teile des Bildraums antworten den Figuren auf der Handlungsebene nicht. Sie scheinen in einer zeitlosen, »absurden Einsamkeit« (Johannes Lotz), in eine von ihnen nicht zu kontrollierende Umgebung verwickelt.

Diesem Horror Vacui steht eine Ausdrucksform gegenüber, die eine radikale Trennung, einen Bruch zwischen Figur und Lebensraum forciert. In den Gemälden verhalten sich die farbigen Figuren kontrapunktisch zu einem entleerten und fast steril wirkenden Hintergrund. Die Figuren sind isoliert und im Dialog mit sich selbst, eingebettet in eine unbestimmbare Beziehungs- oder Dingwelt.

Es sind Motive, die der Welt der Phantasie und Groteske zu entspringen scheinen, um dabei die menschliche Bandbreite und ihre Abgründe zwischen Eros und Thanatos wie in einer gauklerischen Halluzination zu verhandeln.

Nach zahlreichen Einzelausstellungen in Hamburg, Köln, Berlin und München, widmete im Frühjahr dieses Jahres das Saarländische Künstlerhaus Johannes Lotz eine umfassende Präsentation seiner Arbeit, zu der ein Ausstellungskatalog entstand.

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