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Einzelausstellung: Ling Jian - PRIVAT JOURNEY - Malerei / Fotografie / Buch (vorbei)

30 Juni 2000 bis 30 Juli 2000
  Ling Jian - PRIVAT JOURNEY - Malerei / Fotografie / Buch
Ling Jian, Identity, 1998, Oel auf Acryl auf Leinwand,
200 x 160 cm
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.alexanderochs-galleries.com


Mit der Ausstellung "Ling Jian, PRIVATE JOURNEY" praesentieren wir den dritten und letzten Teil unserer Reihe "BERLIN. DEBUT!". Nach der Ausstellung der Japanerin HANAYO zeigen wir den seit 1989 in Deutschland und zur Zeit in Berlin lebenden, chinesischen Maler Ling Jian. Der Künstler wird zur Zeit von Angelika Stepken im Badischen Kunstverein Karlsruhe zwischen (E.) Twin Gabriel, Olaf Metzel u.a. gezeigt. Dies war für Ling Anlass das Buch PRIVATE JOURNEY herauszugeben, fuer das Angelika Stepken einen Text schrieb. Wir zitieren mit Genehmigung der Autorin:

> Ling Jian ist Maler: Malerei faellt aus der Zeit. Sie wird praktiziert, aber sie will sie ja ueberdauern, ein Bild abgeben. Und sie reibt sich - ob affirmativ oder negierend - stehts an einem ewigen wie ewig erschuetterten Schoenheitsempfinden. Ling Jian uebertraegt beide Ebenen ins Bild: Schoenheit und Grauen der Endlichkeit, Schoenheit und Grauen des Wunsches nach Unendlich. Er entwirft Menschenbilder, die Identitaeten und Identitaetslose kreuzen: Geklonte Models reproduzieren sich in Autogenese, Mao Tse Tung, Buddha und das Selbstportrait des Kuenstlers zeugen Wesen: Kroepfe oder Alter Egos? Die Augen der Models sind so gross und perfekt wie leer. Die Augen des Buddha werfen keine Blicke. Androgyne Koerper organisieren sich neben organischer Masse und gebaehren stets aufs Neue, einen anderen, identisch mit sich selbst. Vorbilder oder Replikanten? Alp-Wunsch-Bilder.

Die Weise, in der Ling Jian diese grossformatigen Bilder in Oel- und Airbrush- Technik malt, ist ebenso ambivalent wie ihr Gegenstand: Die malerische Perfektion - bis hin zum Fotorealismus - spielt mit dem Oberflaechenreiz der Werbeaesthetik. Aber Ling Jian ist kein Zyniker. Bilder sind Kopfgeburten. Ling Jian malt Menschenbilder, Bilder von Menschen, die einziger und einer unter allen sein wollen. Er selbst sucht sich in der Fremde wieder und wird sich dabei fremd. Tibet war fuer Ling Jian eine "Private Reise". " Nur wenn ich an diesen Orten bin und die Menschen dort sehe, dann kann ich z.B. den Wunsch nach Unsterblichkeit wirklich fuehlen. Ich glaube, das Gefuehl ist die wichtigste Basis meiner Kreativitaet." Ling Jian kehrt ins Studio zurueck und malt Bilder. Wuensche und Widersprueche finden Bilder, finden Einheit / Einhalt. <

Wir wuerden uns sehr freuen, Sie anlaesslich der Vernissage oder spaeter in Berlin, in Weimar (Our Chinese Friends) oder in Prag (Xu Bing) begruessen zu duerfen.

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