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Gruppenausstellung: Made for Munich (vorbei)

9 November 2012 bis 31 Januar 2013
  Made for Munich
Abb. links: Rita McBride, Mae West am Effnerplatz, München
Abb. rechts: Rita Mc Bride, Mae West, 2011, Bronze, h: 100 cm, d: 50 cm
(Fotorechte bei Anne Pöhlmann und dh artworks)
 
  Galerie artThiess

Galerie artThiess
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80469 München
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Die Galerie artThiess freut sich in Zusammenarbeit mit dh artworks Düsseldorf, vom 9. November 2012 bis 31. Januar 2013 im Rahmen der Ausstellung "Made for Munich" Skulpturen von Rita McBride, Bo Christian Larsson, Diango Hernández und Philipp Messner zeigen zu können.

Am 30. Januar 2013 wird "Mae West", die 52 m hohe und damit weithin sichtbare Konstruktion aus Kohlenstofffaser, am Effnerplatz in München zwei Jahre alt. Bereits 2002 wurde das Projekt der US-amerikanischen Künstlerin Rita McBride, Professorin für Bildhauerei an der Akademie in Düsseldorf, in einem mit 1,5 Millionen Euro dotierten Wettbewerb ausgewählt, den Tunnelbau im Münchner Osten, zukünftig zu krönen. Bis dahin folgten jedoch noch 8 Jahre öffentliche Debatten, politische Attacken und finanzielle Engpässe, bis Anfang dieses Jahres die Skulptur endlich zur Aufstellung kam.

Den Geburtstag der "Mae West" wollen wir nun zum Anlass nehmen, Ihnen von der Künstlerin Rita McBride entworfene und in enger Zusammenarbeit mit dh artworks Düsseldorf in einem aufwendigen Verfahren angefertigte Bronzen - kleine Variationen des sich langsam als eine Art Wahrzeichen Münchens etablierenden Kunstwerks - vorzustellen. Lackiert, patiniert, gebürstet oder poliert - aus einer Reihe von insgesamt sieben Arbeiten werden drei Exemplare gezeigt, die alle aufgrund ihrer unterschiedlichen Oberflächenbehandlung Unikate darstellen.

Die gezeigten "Mae West"-Skulpturen bestehen wie das Vorbild aus einer komplexen Gitterstruktur, jedoch ohne den umlaufenden Ring im unteren Drittel sowie am oberen Ende der Skulptur. Neu ist neben der leicht veränderten Form und der Ausführung in Bronze auch das Format von "nur" 100 x 50 x 50 cm sowie die farbliche Gestaltung: Sie reicht von einem glänzenden Goldton über die klassische Bronzefarbe bis hin zu einem antikisierenden Grün und einem tiefen Schwarz. Erhalten geblieben ist neben dem netzartige Gebilde, die weiblich anmutende Gestalt, die Transparenz und Durchlässigkeit der großen "Schwester".

SAVE THE DATE: Zum Ende der Ausstellung wollen wir am 31. Januar 2013 um 18.30 Uhr das zweijährige Bestehen der "Mae West" mit einer kleinen Feier begehen. Die Einladung hierzu erfolgt per Email Anfang nächsten Jahres.

Neben den Arbeiten von Rita McBride zeigt die Galerie verschiedene Ausführungen der Skulptur "The Thinker" von Bo Christian Larsson: eine Eule mit einem Baum auf dem Kopf. Einzeln würden sowohl die Eule als auch der Baum kaum Erstaunen hervorrufen, in der Kombination wirken sie jedoch irritierend und surreal, wie ein Bild aus einem Traum.

Der schwedische Künstler (*1976), der von 2004 bis 2008 in München lebte und bereits bei der Ausstellung "Favoriten" 2008 im Lenbachhaus vertreten war, bildet - häufig zunächst in Zeichnungen - innere Bildwelten ab. Gefühle wie Angst und Schrecken, die scheinbar tief in ihm verborgen sind, finden darüber ihren sichtbaren Ausdruck und werden z.T. in Performances, Installationen und Objekten weitergeführt.

In der Bildsprache des Skandinaviers steht der Baum für seinen engen Naturbezug und gleichzeitig für den Wald an sich, der immer etwas Unheimliches, Undurchdringliches ausstrahlt. Die Eule mit ihrem extrem feinen Gehör und der Fähigkeit, in der Nacht besonders gut zu sehen, versinnbildlicht das Nachdenken und Durchdringen komplexer Zusammenhänge. So wird auch der Titel der Skulptur verständlicher: Einerseits beschreibt "The Thinker" - ähnlich wie "The Poet" oder "The Shadow" ebenfalls häufig in seinen Arbeiten vorkommende Typen - eine Seite der Künstlerpersönlichkeit, andererseits ganz generell einen menschlichen Charakterzug.

Von Diango Hernández, einem kubanischer Künstler (Jahrgang 1970), ergänzen drei an Lampenschirme erinnernde Objekte aus Bronze, in denen jeweils Kleidungsstücke hängen, sowie die Skulptur "Seating and not listening" die Ausstellung. Die für die Arbeiten verwendeten Alltagsgegenstände werden durch neue Kombinationen oder auch Verformungen in ihrer ursprünglichen Funktion ad absurdum geführt. Darin verweisen sie auf die während der Wirtschaftskrise von den Kubanern an den Tag gelegten Erfindungsgeist, der aus gefundenen Dingen Neues erstehen ließ, gar entstehen lassen musste, um fehlende Güter des täglichen Bedarfs zu ersetzen.

Hernández' Arbeiten wurden u.a. vom MoMA New York angekauft, befinden sich in der Wilhelm Schürmann Collection und waren in München bei der Ausstellung "Goldene Zeiten" im Haus der Kunst zu sehen.

Mit dem verchromten Exemplar einer Deckenstütze, das der in München arbeitende Künstler Philipp Messner (*1975 in Bozen) geschaffen hat, wird schließlich unsere Wahrnehmung im Allgemeinen hinterfragt und unsere Erwartungshaltung in Frage gestellt: Was muss dieser Träger denn überhaupt tragen? Besteht die Gefahr eines Einsturzes?

Der Südtiroler Künstler, der bei Professor Michelangelo Pistoletto an der Akademie für angewandte Kunst in Wien studiert hat, wurde 2011/12 für die Bayerische Atelierförderung ausgewählt. Seine Arbeiten waren bereits bei Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, z.B. Kunstverein Göttingen, Museion Bozen, Galerie Vogt (New York) und Galerie Foksal (Warschau).

Vernissage am Donnerstag, 8. November 2012, 18.30 bis 21.00 Uhr
Um 19.00 Uhr führt Regine Scharpff-Thiess in die Ausstellung ein.

Samstagsöffnung im Advent am 1. Dezember 2012, 11.00 bis 15.00 Uhr

Jubiläumsfeier in der Galerie zur Fertigstellung der Mae West am Effnerplatz, München vor zwei Jahren am Donnerstag 31. Januar 2013, 18.30 bis 21.00 Uhr

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