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Gruppenausstellung: MASCHINE (vorbei)

5 Dezember 2007 bis 1 Februar 2008
  MASCHINE
 
  Parrotta Contemporary Art - Stuttgart

Parrotta Contemporary Art - Stuttgart
Augustenstr. 87-89
70197 Stuttgart
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)711 - 69 94 79 10
www.parrotta.de


Wegen des großen Erfolges wurde die Ausstellung von 18. Januar 2008 bis zum 01. Februar 2008 verlängert.

Ausstellung:
MASCHINE

Künstler: Judith Fegerl, Max Frey, Claus Larsen, Florian Neufeldt, Eske Rex

Stuttgart: 05.12.2007 - 18.01.2008, Dienstag bis Samstag, 14.00 bis 19.00 Uhr
Eröffnungsabend: Dienstag, 04.12.2007, 19.00 Uhr

Berlin: 09.12.2007 - 25.01.2008, Donnerstag bis Samstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
1. Judith Fegerl, Eröffnungsabend: Samstag, 08.12.2007, 19.00 Uhr
2. Max Frey, Eröffnungsabend: Dienstag, 18.12.2007, 19.00 Uhr
3. Claus Larsen, Eröffnungsabend: Samstag, 05.01.2008, 19.00 Uhr
4. Eske Rex, Eröffnungsabend: 12.01.2008, 19.00 Uhr
5. Florian Neufeldt, Eröffnungsabend: Samstag, 19.01.2008, 19.00 Uhr

In der zweiten Ausstellung der Galerie Parrotta zeigen vier Künstler aus Berlin und Kopenhagen und eine Künstlerin aus Wien eigens konstruierte Maschinen, die sich dem Prinzip der Produktivität widersetzen. Rädernd, stampfend, hämmernd oder surrend und pfeifend kreisen sie um sich selbst, werden zu künstlerischen Skulpturen, die sich in ihrem raumgreifenden Spiel niemals erschöpfen. Die Galerie wird zur Fabrik, in der selbstreferentielle Abläufe in heroischer Anstrengung auf ein vielschichtiges Bedeutungsfeld verweisen.

Auf unterschiedliche Weise nähern sich die Künstler der Thematik der Maschine als ein selbsttätig bewegetes Objekt, und setzen sie formal in verschiedensten Ausprägungen um. Erstaunliche Konsequenz dieser Auseinandersetzung ist eine Umwertung: Die Maschinen widersetzen sich der ihnen häufig zugeschriebenen Eigenschaft von »Seelenlosigkeit«. Dabei scheinen sie von Leidenschaft gerieben und dazu fähig, diese beim Betrachter zu wecken. Erreicht wird dieser Effekt zum einen durch eine Freilegung und Sichtbarmachung rudimentärster Konstruktions- und Funktionsprinzipien, zum anderen durch die zur Schau gestellte Absurdität ihres Tuns: Wie im »wirklichen Leben«, im glanzlosen Alltag des Fabrik- und Industriegeschehens, vollführen die Konstrukte fleißig, unermüdlich und ununterbrochen Energie investierend repetitive Bewegungen und bringen doch kein Produkt hervor, das im herkömmlichen Sinne verwertbar wäre. Die Maschinen arbeiten und sind ganz für sich. Was sie leisten, ist ein Zur-Verfügung-Stellen und in Bewegung halten von Assoziationen.

Der Reiz liegt dabei im Spannungsfeld von Monotonie, prädiktiven Aktionen und zugleich individuellen Lösungen und Effekten. Alle Sinne werden angesprochen, denn die Installationen treten in Interaktion mit dem Betrachter - nicht nur rezeptiv, sondern auch in der Realität. Doch die Entscheidung darüber, ob nicht die Sinne getäuscht, Realitäten verschoben oder gebrochen werden, wird dabei dem Betrachter überantwortet. So spannen die flimmernden Farbblitze der Licht-Rotoren von Max Frey je nach Ansteuerung, Schnelligkeit und Blickwinkel Linien und Flächen auf. Florian Neufeldt hebt eine wuchtige Leitplanke in die Höhe, stemmt diese gegen die Schwerkraft und Massenträgheit; um sie kreisen statt leiten zu lassen. Die Arbeit »Vertical frequency« von Claus Larsen lässt wuchtige Holzbalken durch den Raum beben, die im rhythmischen Wechselspiel gerade erst angestrengt emporgehoben worden sind. Die Arbeiten von Judith Fegerl verschränken Kybernetik und Kinetik. Die Gegensätze von Technik und Biologie werden zusammengeführt und spiegeln sich in hybriden Ensembles. Ihre Maschine »Galatean Heritage« etwa erzeugt als ehemalige Rundstrickmaschine ein wachsendes biomorphes Gebilde. Während Judith Fegerls Maschineninstallationen autonom ihr Werk verrichten, lässt Eske Rex mittels minimalster Mechanik die Plastik »Kayak« vom Betrachter verändern, wodurch unterschiedliche Materialien in atypische Formen und Spannungszustände überführt werden.

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