Die Wirkungen und Beurteilungen der Kunst wechseln für den Studenten, der sich als vielleicht erste Kunstanschaffung Ende der 60er Jahre das Mel Ramos Poster Senorita Rio kaufte, den Kunsthändler, dem auf den ersten Kunstmessen in Köln und Basel die direkten und revolutionären Frauen-Kostümbilder auf den Ständen der grossen und bedeutenden Galerien entgegenleuchteten, dann für den Beobachter einer vorübergehenden Stille in den 80er Jahren, als auf einmal die alten Heroen vor Neuem zurückweichen mussten und jetzt für den Kunsthändler, Verleger und Galeristen, der die Wirkung, die neue Akzeptanz des von ihm so geschätzten Künstlers miterleben kann. Es bleibt die Faszination eines seinem Werk und seiner Ideologie treu Gebliebenen, dessen Neuheit nichts seit seinem ersten Bild verloren hat, der wiederentdeckt und wiedergefeiert wird, von der Unvergänglichkeit der Kunst weiss, bei gleichzeitiger Vergänglichkeit der Kunstrezeption. | |||||


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