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Einzelausstellung: Pasquale Ciuccio - Blu e Nero - Bilder und Skulpturen (vorbei)

13 Januar 2013 bis 17 Februar 2013
  Pasquale Ciuccio - Blu e Nero - Bilder und Skulpturen
Pasquale Ciuccio
Oben: Werk No. 2558/11, 2011, Diptychon, je 40 x 40 cm, Acryl auf Holz
Unten: Werk No. 2518/12, 2012, 45 Teile, je 5 x 9 x 8 cm, Acryl auf Sandstein
 
  Galerie Mollwo

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CH-4125 Riehen
Schweiz (Stadtplan)

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Pasquale Ciuccio wurde 1950 in Neapel geboren. Ab 1973 lebte er dann in England, wo er auch begann, sich intensiv mit Kunst zu befassen. Anschliessend übersiedelte er in die Schweiz, wo er bis heute lebt und arbeitet.

Waren es anfänglich noch figürliche Arbeiten, die er von 1979 an zeigte, so kann der Betrachter eine Entwicklung bis heute zu einer konsequenten Reduktion hin miterleben. Strenge Geometrie prägt Ciuccios Werke. Dabei spielt die Symmetrie eine wichtige Rolle. Sie strahlt die Ruhe aus, die seinen Bildern eigen ist. Dazu paart sich eine ursprüngliche Kraft, die nicht zuletzt auf der oben erwähnten Reduktion basiert und die wohl archetypische Erinnerungen im Betrachter wachruft. Ciuccios Bilder haben dadurch eine sakrale Ausstrahlung, ohne dabei den Anspruch auf Religiosität zu fordern. Diese Wirkung wird dadurch verstärkt, dass sie oft zu Diptychen oder Triptychen zusammengefügt werden. Einige Arbeiten sind sogar zu grossen Serien von bis zu 27 Elementen zusammengestellt. Die Grössen könnten dabei unterschiedlicher nicht sein. Kleine Elemente von wenigen Zentimetern kontrastieren mit grossen monumentalen Werken, die im öffentlichen Raum als Kunst am Bau die Passanten in ihren Bann ziehen.

Die Materialien von Ciuccios Werken reichen von Papier über Holz bis hin zu Stein, der wiederum bemalt wird. Seine Steinobjekte, -Skulpturen oder -Installationen sind meist in einem leuchtenden Blau gehalten. Das Auftragen der Farbe erfolgt dabei in einem fast rituell zu nennenden Akt, bei dem Schicht um Schicht aufgetragen wird. Das Element Zeit wird somit zum nur schwer wieder erkennbaren Gestaltungselement. Lediglich in des Betrachters Kontemplation ist sie vage spürbar.

Formal nehmen seine Skulpturen die klare, geometrische Formensprache seiner Bilder auf. Flache Kuben und Quader dominieren seine Kompositionen. Die Ganzheitlichkeit seines räumlichen Schaffens widerspiegelt in der Serie die Formen der einzelnen Elemente ähnlich wie in seinen Bildserien.

Dort kontrastiert ein schwarzer Fond mit jeweils einer einzelnen Grundfarbe. Dabei spielt Blau eine zentrale Rolle. Dieser Farbe haften Attribute wie Nacht, Himmel Meer wie auch Heiligkeit an. Nicht vergebens wird der Mantel der Jungfrau Maria in Blau gehalten. Dadurch werden Ciuccios streng geometrische Werke zu Landschaften, die Sehnsüchte erwecken können. Ebenso wird durch das serielle Zusammenfügen von gleichen oder ähnlichen Einzelelementen Rhythmus geschaffen; Assoziationen zur Musik sind daher gegeben.

Ciuccios Werke erfordern vom Betrachter ein genaues Hinschauen. Erst dann erfährt er deren subtile Ausstrahlung und deren Kraft. Es obliegt ihm selbst, welche Assoziationen, auf Grund von Wissen und Erfahrung, in ihm wachgerufen werden.

Thomas Maschijew

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