Language and login selector start
Language and login selector end

Gruppenausstellung: SKULPTURIMGARTEN 2008 (vorbei)

11 Juli 2008 bis 26 September 2008
  Jörg Bach
Jörg Bach
Regenkelch
"Regenkelch", Corten/Lack, ca. 103x60x69 cm, signiert (gestempelt)
2002
 
www.Bode-Galerie.de Galerie & Edition Bode GmbH

Kolb Garten- u. Landschaftsbau
Raiffeisenstr. 40
90427 Nürnberg
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49-(0)911 - 51 09 200
www.Bode-Galerie.de


Lust auf Skulptur? Wer einen Garten gestaltet, entwirft ein Wunschbild der Welt.

Dreidimensionale Kunst erfreut sich bei Sammlern wie Museen eines geradezu boomenden Interesses. Unser Ausstellungs-Projekt in Kooperation mit der Firma Kolb Garten- und Landschaftsbau geht 2008 bereits in die dritte Runde. Die Bildhauer Claudia Pense und Thomas Junghans zählen zu den Neuentdeckungen, die erstmals im Skulpturengarten zu sehen sein werden. Mit aktuellen Werken zeitgenössischer Skulptur sowie neuen Konstellationen überraschen Jörg Bach, Hans Karl Busch, Albrecht Genin, Peter Hermann, Ralf Klement und Tamara Suhr. Cony Theis, die derzeit im Ludwig Museum in Koblenz mit einer Einzelausstellung gewürdigt wird, ist mit einem "Gelben Kissen" aus Beton präsent.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen im Format von 21 x 21 cm zum Preis von 6,- €. Bestellen Sie die Publikation direkt per Telefon: 0911/ 5109 200.

SKULPTURIMGARTEN 2008

JÖRG BACH
Mit großer Leichtigkeit und Ausdruckskraft bearbeitet Jörg Bach grundlegende Fragen konstruktiver Metallplastik. In intensiven, vielschichtigen Raumforschungen untersucht er verschiedene Möglichkeiten von Raumdurchdringung und Rhythmus. Sein Interesse gilt der Wechselwirkung von Volumina und Leere, Kern und Hülle, Innen- und Außenwelt. Konzentration im Material und offene Strukturen sind charakteristisch für Bachs plastisches Werk. Ausgehend von einem inneren, energetischen Zentrum lassen sich elementare Kategorien wie Raum und Zeit, Licht und Schatten erfahren. Abstrakte Konstruktionen fordern zum Umschreiten und Entdecken verschiedener Perspektiven heraus. Die Titel seiner Werkvariationen regen zu verschiedenen Assoziationen und Interpretationen an und verleihen den Kunstwerken eine poetische Dimension. Jörg Bachs Großplastiken sind in zahlreichen Städten im öffentlichen Raum als markante Raumzeichen präsent.

HANS KARL BUSCH "Die Poesie muss zurück in die mechanische Welt", so lautet die Maxime von Hans Karl Busch. Luft, Wind und Wasser sind oft die Antriebskräfte, die seine fantastischen Metall-Skulpturen in harmonische und gegenläufige Rotationen versetzen. Der Künstler-Ingenieur zählt zu den Vertretern der kinetischen Kunst. Dynamik, Bewegung und Veränderung sind wesentliche Prinzipen seines schöpferischen Werks. Im Zusammenwirken von Skulptur, Himmel und Natur wirken seine Arbeiten wie schwebende, meditative, scheinbar schwerelose Raumbilder. Die komplexen Zusammenhänge im Kosmos sowie deren Ästhetik sind die großen Themen des Künstlers. Die "Himmels-Mechaniken" und die Auseinandersetzung mit der subtilen Balance von Kräften und Gegenkräften sind es, die Hans Karl Busch immer wieder faszinieren und die Besucher zu meditativen Erlebnissen inspirieren.

ALBRECHT GENIN Inspiriert von der Ursprünglichkeit und Ausdruckskraft prähistorischer und primitiver Völker entdeckte Albrecht Genin seine Faszination für magische Mischwesen und fabelartige, abstrahierte Figuren. Unterbewusstsein und Traum-Welten sind weitere Quellen wie Ideenpool für den unendlichen, schöpferischen Prozess. Immer geht es dabei um tiefgründige, philosophische Wahrheiten sowie den Bezugssystemen zwischen den Geschöpfen der Natur, insbesondere der Harmonie und der fragilen Balance zwischen Mensch, Tier und Pflanze. Albrecht Genins Stahl-Skulpturen begegnen uns wie dynamische, in den Raum geschnittene, große Zeichnungen. Seine Erfindung eigenwilliger, assoziationsstarker Bildwelten eröffnet den Zugang ins Reich der Fantasie.

PETER HERMANN "Der Hauptzweck aller Skulptur ist, dass die Würde des Menschen innerhalb der menschlichen Gestalt dargestellt werde." Johann Wolfgang von Goethes einstige Forderung an die Bildhauer wird geradezu in idealer Weise von Peter Hermann erfüllt. Wie Tamara Suhr zählt er zu den figurativen Vertretern deutscher Bildhauerkunst. Seine menschlichen Skulpturen sind von einer unaufdringlichen und gleichzeitig intensiven stillen Präsenz. Klarheit, aufrechte Haltung, Verzicht auf große Gesten und der gelassene, in Gedanken versunkene, ja fast stoische Blick verweisen in existenzieller Weise auf das Wunder unserer Existenz. Peter Hermann reduziert seine Figuren auf das Wesentliche. Er lässt sie in die Welt sehen und gleichzeitig vermittelt ihr distanzierter Ausdruck eine Art von philosophischer Innenschau.

THOMAS JUNGHANS Holz, Bronze und Eisen sind die bevorzugten Materialien des Bildhauers Thomas Junghans. Für ihn sind die Legenden der Antike bis heute von aktueller Bedeutung. Vor allem das Menschenbild, das zum Mythos und Mysterium stilisierte Abbild fasziniert den Künstler. Seine reduzierten und teilweise abstrahierten Skulpturen, wirken archaisch, als ob sie Zeit und Witterung ausgesetzt waren. Sie verbinden uns auf poetische Weise mit dem ewigen Strom der Geschichte. Während "Nuria" wie ein Kultbild entrückt erscheint und hinsichtlich Haltung und Form an antike Säulen oder griechische Karyatiden denken lässt, wird in "Suite für Siiri" die Gleichzeitigkeit verschiedener Ansichten durch facettenartiges Aufbrechen der Oberfläche in Kuben erreicht. Ebenen verschränken sich und geben den Blick frei für ein magisches Schauspiel: Die Wechselwirkung von Kunst, Licht, Schatten und Raum.

RALF KLEMENT Vertrautes und Alltägliches wirkt erfrischend anders und überraschend. Schlichte Gegenstände wie ein Sektglas, ein Aschenbecher, ein Saxophon oder eine Karotte sind für Ralf Klement der Impuls grundlegende, bildhauerische Fragen mit Kettensäge und Holzblock zu klären. Das Resultat sind spannungsreiche, elementare Werke. Von diesen geht eine besondere Anziehungskraft aus. Skulpturen zu schaffen bedeutet für Klement Zeichen zu setzen. Sein Ziel: Das Wesen der Kunst im wirklichen Leben zu entdecken. Die gedankliche und gestalterische Auseinandersetzung mit der Welt findet in seiner Bildhauerei einen prägnanten und vitalen Ausdruck. Der eigentlichen Bestimmung und Funktion enthoben, gewinnen die zu Kunst verwandelten Objekte nun verstärkte Aufmerksamkeit. Die Rauheit der mit Intensität bearbeiteten Oberfläche spürt man förmlich schon beim Betrachten. Je nach künstlerischer Intention wird die Skulptur farbig gefasst, bevor sie den harmonischen Dialog mit der Umgebung antritt.

CLAUDIA PENSE "Stein und Metall begegnen sich, was passiert? Wird aus diesem sich Annähern ein Anschmiegen? Beruht der eine in seiner Standfestigkeit oder reißt der andere ihn in seiner Dynamik mit? Streben die Teile auseinander oder versuchen sie zusammenzufinden?" Das sind Grundfragen, die sich Claudia Pense stellt. Und der Betrachter wird unmittelbar in diesen Dialog der Materien miteinbezogen. Bei Werken wie "Fraktil" handelt es sich um die künstlerische Auseinandersetzung mit geologischen Gegebenheiten, mit Erdgeschichte und Tektonik: Sandstein ist in jahrtausendlanger Schichtung entstanden, Schicht um Schicht. Langsame Veränderungen, Bewegungen, die wir mit bloßem Auge nicht wahrnehmen können. Freigesetzte Kräfte und Energien, die zur Entstehung von Kontinenten beigetragen haben.

TAMARA SUHR Themen, die Tamara Suhr aufgreift sind Balance und Gleichgewicht. Formal sind ihre Figuren aus Bronze oder Steinguss auf das Wesentliche reduziert. Sie überzeugen durch eine bedeutende, einfache wie eindringliche Botschaft. Es ist eine zentrale Welterkenntnis, die als Grundstimmung allen ihren Skulpturen mitgegeben ist: Das Gefühl von tiefem Respekt und Menschlichkeit. Wohin könnte die Reise gehen, wenn Frieden und Harmonie unseren Planeten bestimmen würden? Ihre Skulpturen strahlen dadurch eine große Gelassenheit und grundlegende Lebensfreude aus, die sich unmittelbar auf jeden Betrachter überträgt, der sich unvoreingenommen darauf einlässt und sich etwas Zeit nimmt. Ihre Skulpturen lassen an die bewegende Geschichte des "Kleinen Prinzen" von Antoine de Saint Exupéry und dessen weltberühmte Weisheit denken: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

CONY THEIS Wir sehen oftmals nur, was wir zu wissen glauben. Doch der Schein trügt oft. Den Identitäten über ihre Oberfläche auf die Spur kommen ist die Intention, der Kölner Künstlerin Cony Theis. Weiche, fragil erscheinende Kissen sind nicht aus Brokat, Leder oder Stoff, sondern aus mit Pigment und Wachs bearbeitetem Beton. Die Illusion ist verblüffend perfekt, das Täuschungsmanöver gelungen. Doch immer geht es um mehr, wenn Cony Theis die Grenzen von Wahrnehmung und Erwartungshaltung sprengt: Die Suche nach dem grenzüberschreitenden, experimentellen Potential der Kunst: Skulptur, Objekt oder Farbkörper? Die Überwindung von herkömmlichen Kategorien und das Infragestellen ziehen sich durch das gesamte künstlerische Werk von Cony Theis. Und das macht ihre Arbeit so unglaublich spannend.

SKULPTURIMGARTEN 2008 Künstlerinfo als pdf-Datei 76,7 KB

Konzept & Organisation: Galerie Bode, Nürnberg
Ausstellungsort: Kolb Garten- u. Landschaftsbau, Raiffeisenstr. 40, 90427 Nürnberg
Ausstellungsdauer: 11. Juli bis 26. September 2008 (geschlossen vom 18.-22.08.2008)
Öffnungszeiten: Mo - Do von 10.00 - 16.00 Uhr, Fr von 10.00 - 13.00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Katalog: 20 Seiten mit Farbabbildungen, Preis: 6,- €
Kontakt: Galerie Bode Nürnberg, Telefon: 09 11/5 10 92 00

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.