Language and login selector start
Language and login selector end

Gruppenausstellung: SKULPTURIMGARTEN (vorbei)

7 Mai 2006 bis 30 September 2006
  Ralf Klement
Ralf Klement
Kugelkaktus-Blau
Kugelkaktus-Blau, Kettensägenskulptur, Pappel, Kunstharzlack, 127 x 50 x 50 cm
2006
 
www.Bode-Galerie.de Galerie & Edition Bode GmbH

Galerie & Edition Bode GmbH
Kaiserstraße 32/1
90403 Nürnberg
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49-(0)911 - 51 09 200
www.Bode-Galerie.de


SKULPTURIMGARTEN

wir freuen uns, Sie zu unserer ersten Ausstellung unter freiem Himmel einzuladen!

Auf dem Gelände der Firma Kolb Garten- und Landschaftsbau (Raiffeisenstr. 40, Nürnberg – Schniegling) präsentieren wir vom 7. Mai bis Ende September 2006 sechs Bildhauer, die mit unterschiedlichen Materialien und Formen Ihren Kunstwerken Ausdruck verleihen.

Ottmar Hörl lässt eigenes Raben landen, von Hans Karl Busch sind die beiden aktuellsten kinetischen Objekte zu sehen. Cony Theis steht mit ihrer feinfühligen Kunst neben den ruhigen und standhaften Skulpturen von Peter Hermann. Die Neuentdeckung Jörg Bach überrascht durch ein Skulpturenkonzept, das gleichzeitig raumgreifend und raumbildend ist. Von Ralf Klement sind Kettensägenskulpturen der besonderen Art zu betrachten.

Zu der Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das wir Ihnen gerne zusenden!

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Vom 7. Mai bis 30. September 2006

Mo.-Do. von 10.00-16.00 Uhr und Fr. von 10.00-13.00 Uhr

Sowie nach Vereinbarung

Terminvereinbarung bei Galerie & Edition Bode 0911-5109200

Herzlich laden wir Sie zur Vernissage am Sonntag, den 7. Mai zwischen 11.00 und 16.00 Uhr ein.

Ralf Klement wird vor Ort mit der Kettensäge eine Skulptur schaffen. Ottmar Hörl, Hans Karl Busch und Peter Hermann haben ebenfalls Ihr Kommen zugesagt. Es wird also interessante Gespräche zur Kunst geben!

Von Peter Hermann zeigen wir in einem separaten Raum zehn weitere Skulpturen aus Holz, die im Mai, ergänzt durch Holzschnitte, den Schwerpunkt in der Galerie bilden.



Ottmar Hörl

1950
in Nauheim geboren
1975-79
Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt am Main
1979-81
Hochschule für Bildende Künste, Düsseldorf, bei Prof. Klaus Rinke
1978-81
Stipendium der Deutschen Studienstiftung
1985
Gründung der Gruppe Formalhaut, mit den Architekten Gabriela Seifert und Götz Stockmann
1992-93
Gastprofessur an der TU Graz (mit Formalhaut)
1994
Förderpreis für Baukunst, Akademie der Künste Berlin (mit Formalhaut)
1997
Artmultiple-Preis, Internationaler Kunstmarkt in Düsseldorf
1998
Wilhelm-Loth-Preis, Darmstadt
Seit 1999
Professur für Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
2002
Intermedien Award ZKM Karlsruhe
2005
Präsident der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Ein bevorzugtes Arbeitsfeld des Künstlers ist der öffentliche Raum, die „ideale Präsentationsplattform, um Kunst für viele Menschen zugänglich zu machen“. Ottmar Hörl möchte kreative Prozesse anstoßen. Als Künstler ist es sein Ziel, „das bei allen Menschen kreative Potenzial zu aktivieren und dazu zu motivieren, auch im eigenen Bereich schöpferisch zu denken“. Mit seinen schon legendären Installationen in den Städten München, Nürnberg, Berlin, Bayreuth oder Athen bezieht Hörl den öffentlichen Raum mit ein und fasziniert die Betrachter. Seine Skulpturen bevölkern hundert- oder gar tausendfach öffentliche Plätze in präziser Anordnung. 7.000 Dürer-Hasen in vier Farbvarianten wurden 2003 auf dem Hauptmarkt in Nürnberg als »Großes Hasenstück« installiert und Albrecht Dürer, dem berühmten Sohn der Stadt, anlässlich des 500. Geburtstages des Aquarells „Das Große Rasenstück“ die Referenz erwiesen. Der Betrachter wird bei diesen Arbeiten zum grundlegenden Bestandteil der Installation. Die Organisation und Kommunikation des Projektes werden dabei als Teil des künstlerischen Ganzen verstanden und sind nicht lediglich Vor- oder Nacharbeit. Das Kunstwerk bildet sich aus dem tatsächlichen Produkt, dem Prozess der Entstehung, der Präsentation und schließlich der Auflösung. „An diesem Prozess sind viele Menschen beteiligt – als direkte Teilnehmer oder auch durch die vielen Gespräche, die sie als Beobachter und Besucher in der Auseinandersetzung über meine Projekte führen.“


Hans Karl Busch

1943
in Nürnberg geboren

Lehre als Maschinenschlosser

Arbeitet für zwei Jahre als Maschinenschlosser in Kanada

Studium Maschinenbau, Mathematik, Philosophie und Sinologie
Seit 1975
Freischaffender Künstler
Seit 1976 Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl)
1984
Wetterbrunnen, Riesenschritt 2, Nürnberg
1985
Aktenbohrer, Kunst am Bau, FH-Hildesheim
1987
Kosmosbrunnen, Behindertenwerkstatt, Nürnberg-Schafhof
1988
Huldigung an Martin Behaim, U-Bahn-Station Opernhaus, Nürnberg
1992
Regenbrünnlein, Innenhof Stadtsparkasse Nürnberg
1994
Windobjekt, SOS-Kinderdorf, Zwickau
1998
Brunnenhof – Alhambra- , Erfurt
2000
Logo, Flughafen Nürnberg
2000
Kinetisches Objekt, Eingangshalle der BARMER, Köln
2001
Energy Line, Glasgow Science Center

Hans Karl Busch möchte mit seinen Objekten nicht nur die ästhetischen Sinne ansprechen, sondern zum Nachdenken über die komplexen Zusammenhänge im kosmischen Kräftespiel anregen. Ein fein austariertes Gefüge von Kräften und Gegenkräften, das bei all seiner logischen Konsequenz gleichermaßen fragil und brüchig erscheint, wird hier in Gang gesetzt. “Himmelsmechaniken” reizen den Künstler. Das kinetische Werk, so sein Anspruch, soll den Betrachter dazu animieren, sich mit den physikalischen Phänomenen, die ihm auf Schritt und Tritt begegnen, intensiver zu beschäftigen.
Die “Himmelsmechaniken” sind Objekte, die als Freiplastiken gedacht sind. Sie stehen im Freien und werden vom Wind bewegt. Solche bewegten Objekte sind an sich nicht neu, jedes Kind kennt sie, als Windrädchen zum Beispiel. Das Neue an den Objekten von Busch ist allerdings die Tatsache, dass sie sich selbst dann gleichmäßig drehen, wenn der Wind stärker wird. “Das liegt daran”, erklärt der Künstler, “dass die gegensätzlichen Bewegungsrichtungen zueinander in einem bestimmten Verhältnis stehen. Wenn der Wind also stärker wird, so dreht sich auch das Rad stärker, das in die entgegengesetzte Richtung läuft. Es hebt durch diese Gegenbewegung die heftigere Drehung seines Pendants gewissermaßen auf. In der Summe ist also die resultierende Kraft immer gleich.”
Dr. Helmut Orpel


Jörg Bach

1964
in Wolgast geboren
1983-86
Praktikum bei Bildhauer Roland Martin
1986-91
Studium der Freien Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Walter M. Förderer und Prof. Hiromi Akiyama
1988-2001
Künstlerische Lehrtätigkeit an der Städtischen Jugendkunstschule Tuttlingen

Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg

Jörg Bach setzt sich in seinen Stahlarbeiten mit Positiv- und Negativformen, mit dem Verhältnis von Innen und Außen, von Hülle und Kern, von Volumen, Hohl- und Umraum, von Masse und deren Raumdurchdringung auseinander. In einem undurchdringlichen Kräftespiel zwischen den Elementen erscheinen die Objekte hermetisch und gänzlich auf ihr energetisches Zentrum gerichtet. Die Titel seiner Werkgruppen weisen auf organische Formen (Bodenfrüchte) oder abstrakte Begriffe (Begegnung) hin. In beiden Fällen sind die Bindung an den Boden, die Entfaltung, die Geschlossenheit in sich und die Unabhängigkeit gegenüber der Außenwelt die grundlegenden Prinzipien. In der Regel liegen Bachs Objekte auf dem Boden, was ihnen im Kontrast zum Selbstbezug eine gewisse Zugehörigkeit zur Umgebung verleiht. Die Objekte sind umgehbar und allansichtig, was ausdrücklich dadurch verstärkt wird, dass die Arbeiten keine bevorzugte Schauseite oder eine bestimmte Standfläche aufzuweisen scheinen. Die Position wird damit also willentlich festgelegt. Die Objekte des Künstlers nehmen nicht nur Raum ein, sondern schaffen auch Raum und machen ihn zum Teil des Kunstwerkes.


Peter Hermann

1962
in Bietigheim geboren (Baden-Württemberg)
1983-86
Ausbildung zum Steinmetz
1990-97
Hochschule für Künste in Bremen
1996-97
Meisterschüler bei Prof. Altenstein
Seit 1994
Regelmäßige Ausstellungen in Museen, Kunstvereinen und Galerien

Die Skulpturen von Peter Hermann zeigen sich in besonderer Weise standhaft und erdverbunden. Ihre tierischen Begleiter, die sie gleich Attributen mit sich führen, erinnern den Betrachter an die ureigenen Sehnsüchte des Menschen, wie zu schwimmen, zu fliegen und ganz und gar frei zu sein. Diese Tiere vermitteln etwas besonders Wertvolles und stören nicht, sondern ergänzen die Klarheit der Skulptur. Peter Hermann reduziert seine Figuren auf das Wesentliche, vermeidet große Gesten. Er lässt seine Figuren in die Welt sehen und gleichzeitig vermittelt ihr Ausdruck eine Art von Innenschau. Und wenn man sie länger betrachtet, hat man das Gefühl, sie fangen ganz leise an zu erzählen...


Ralf Klement

1950
in Erfurt geboren
1980-82
Eichsfeld Pleinairs
1990
Stipendium Kunstfond Bonn
1990
Preis Gothaer Versicherung
1991
Schloss Ettersburg, Workshopleitung mit Künstlern und Studenten der St. Martins Akademie London
1992
Bildhauersymposium Mühlhausen/ Bollstedt
1992
Symposium Babe/ Brandenburg
1993
Bildhauersymposium Mühlhausen/ Bollstedt
1995-97
Arbeitsstipendium Kleinsassen
1997
Baltic Symposium Elblag/ Polen
1998
Längerer Arbeitsaufenthalt in Italien
1999
Graphiksymposium Fürstenfeldbruck
1999, 2000,
2003, 2004
Internationales Künstlersymposium Mirabel/ Frankreich
2001
Bildhauersymposium Volkenroda/ Mühlhausen
2002
Bildhauersymposium Kronach
2003
Gaststipendium Galerie Schloss Mochental
2005
Bildhauersymposium Schwalmstadt/ Skulptur für die Gedenkstätte Trutzhain

Seit dem Künstlersymposium in Bollstedt bei Mühlhausen 1993 hat Ralf Klement die Kettensäge als Werkzeug in sein Repertoire aufgenommen. Werden zunächst noch informelle oder geometrische Strukturen in Baumstämme gesägt, wandelt der Künstler später mit dem groben Instrument einen feingliedrigen Running-Man aus dem Holz. Weitere Signets werden auf Tauglichkeit für eine Kettensägenskulptur geprüft. Während eines Arbeitsstipendiums in Kleinsassen 1995 entsteht eine erste große plastische Hacken-Serie. In der Malerei taucht die Form der Hacke eher beiläufig auf, doch wird ihre zeichenhafte Bedeutung vom Künstler für sein Thema „Arbeit“ aufgegriffen. Auch die Möhre bekommt für Ralf Klement eine besondere Anziehungskraft. Sie zeigt Nähe zur antiken Säule und ist durch ihre starke Farbigkeit besonders reizvoll. So sprießt sie auf ihrem Sockel oberirdisch anstatt unterirdisch und hält trotz des schmalen Fußes die Balance.


Cony Theis

1958
in Ewersbach geboren
1979-89
Studium in Mainz und Düsseldorf
1986
Förderpreis der August-Müller-Stiftung
1988
Meisterschülerin bei Prof. Crummenauer, Kunstakademie Düsseldorf
1989
Lincoln-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz
1999
Beginn der künstlerischen Mitarbeit bei Filmen von Jürgen Heiter
2005
Stipendium der Künstlerhäuser Worpswede
2005
Stipendium Schloss Balmoral
2005
BetonKunst, Städtische Galerie Fürth und Galerie Bode Nürnberg
2006
Ausstellungsbeteiligung: Intimate Relation(s), Deutsches Kulturzentrum Taipei (Taiwan)
2006
Ausstellung: Trophäen, artothek Köln
2006
Ausstellungsbeteiligung: Beton in Form, Kunsthaus Kaufbeuren
2006
Ausstellungsbeteiligung: Jackpot, Stipendiaten Schloss Balmoral 05,
Kunstverein Ludwigshafen

Die Künstlerin Cony Theis sprengt mit Ihrer Kunst aus Beton Grenzen. Die Grenzen unserer Erwartung und die der Stofflichkeit. Ihre Beton-Multiples wie BH-Cups, Kissen in verschiedenen Formen und „Stoffvariationen“, Tortellets belegt mit weichem Fell, stellen unsere Muster der Wahrnehmung von leicht und schwer auf den Kopf und fordern uns gleichzeitig heraus, uns diese Muster bewusster zu machen. Beton, eigentlich ein Material mit dem man schnelles und funktionales, mitunter auch trostloses Bauen verbindet, wird hier in einen neuen Kontext gebracht. Die Kissen laden zu einer gemütlichen Pause ein, doch bei genauem Hinsehen offenbaren sie sich ale eine künstliche und unvergängliche Abformung dessen, was sie scheinbar verkörpern.

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.