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Einzelausstellung: Stephan Wiesinger - "Installation" / RoomnumberOne (vorbei)

28 Mai 2009 bis 15 September 2009
  Stephan Wiesinger -
 
www.galerie-mam.com MAM Mario Mauroner Contemporary Art

MAM Mario Mauroner Contemporary Art
Weihburggasse 26
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-1-904 2004
www.galerie-mam.com


"Spectrum" besteht aus einer Skulptur, die als Projektionsfläche und Interaktionsort fungiert, sowie einer 16mm Projektion. Das Projekt untersucht die Möglichkeiten Bilder neu zu setzen, indem das einzelne Pixel als Bildträger autonomisiert wird. Im analogen Verfahren auf Fotopapier erzeugte Farbflächen bilden die Vorlage für das digitale Footage. Die Farbflächen werden gescannt und mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung die Pixel neu komponiert und animiert. Anschließend erfolgt die Rückbelichtung auf 16mm Material des analog-digitalen Hybriden. Der Prozess der Transformation vom analog zu digital wiederholt sich in der Skulptur. Durch die PMMA Lichtleiter können die projizierten Bilder, ganz dem digitalen entsprechend, manipuliert und neu gesetzt werden. Farbe und Form sind auch die dominierenden Elemente in der Projektion. Im analogen Verfahren auf Fotopapier erzeugte Farbflächen bzw. auf schwarzweiß Negativfilm gleichmäßig belichtete Emulsionen bilden die Vorlage fur das digitale Footage. Die Farbflächen und Negative werden gescannt. Mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung werden die Pixel neu komponiert, gefärbt und animiert. Im Analogen bildet die Gesamtfläche der Emulsion den Bildträger, die auch dessen kleinste Einheit darstellt. Das Korn ist fast in organischer Struktur formschlussig ineinander verwoben. Eine Trennung hat unweigerlich die Zerstörung der Substanz des Bildträgrs bzw. der eingeschriebenen Information zur Folge. Das digitale Bild - die gescannte Emulsion - ist in seiner Grundsubstanz frei modellierbar und kann komplett umgebaut werden. Mit Hilfe der im Digitalen zur Verfugung stehenden Werkzeuge wird der Code der Datei, ohne diese zu zerstören, neu organisiert. Abschließend wird der analog-digitale Hybrid in die Silberhalogenidkristalle und Farbkuppler der 16mm Emulsion als wieder starr gewordenes Bild eingeschrieben. Der Filmstreifen läuft in einer Endlosschleife durch die Apparatur. Die mechanischen Einwirkungen der Maschine hinterlassen mehr und mehr Spuren in den Schichten des Filmes. Ebenso verursacht die Endlosschleife auf dem Teller einen Abrieb, der den Filmstreifen immer dunner werden lässt; ein unweigerliches Fortschreiten einer Selbstdekonstruktion. Zweck der Installation ist, die analoge, flächige Bildästhetik von 16mm auf optischem Weg in eine digitale Ästhetik zu transformieren bzw. aufzurastern. Der Prozess, der im Film selbst eingeschriebenen Transformation von Analog zu Digital, d.h. von Fläche zu Rastermatrix, wiederholt sich in der Skulptur. Nun sind es nicht die digitalen Werkzeuge, die eine interne Neuordnung der Bildstruktur und somit deren Information verursachen, sondern die Rezipienten selbst. Durch Umstecken der einzelnen Bildpunkte kann man selbst Hand anlegen und die Bilder neu setzen. Sämtliches digitale Hilfswerk ist nicht notwendig und trotzdem bewegt man sich innerhalb dieser Gesetzmäßigkeit. Es geht nicht darum, die Begriffe Analog bzw. Digital in ein sich gegenseitig ausschließendes dualistisches System zu zwingen. Vielmehr ist hier ein symbiotischer Ansatz spurbar, der eine gegenseitige, dem jeweiligen Medium entsprechende Erweiterung verursacht. Der Aspekt der ästhetischen Eigenschaft steht im Vordergrund.

Wir freuen uns, Sie in der Galerie begrüßen zu dürfen und danken für Ihr Interesse!

Mario Mauroner & Team

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