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 Susanne M. Winterling | | |
Susanne M. Winterling, »Isadoras Schal«
Eröffnung: 11. September 2008, ab 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 17. Oktober 2008
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 14.00 bis 19.00 Uhr
In der von Susanne M. Winterling eigens für die Galerie entworfenen Installation »Isadoras Schal« widmet sich die in Berlin lebende Künstlerin den Unterströmungen des Rationalitätsprinzips der Moderne. Die formal strenge Schwarz-Weiß-Gestaltung des Ausstellungsraumes wird mit »Isadoras Schal« zum Hintergrund einer Bühnenkonstruktion, die in ihrer reduzierten Gestalt als bewegliches schwarzes Quadrat eine Gruppe von Puppen in konstruktivistisch anmutenden Kostümen trägt. In ihrer geometrischen Formensprache evozieren sie Kasimir Malevichs Oper »Sieg über die Sonne«. Zugleich liegt in den puppenhaften Stellvertretern der nun abwesenden kindlichen Tänzerinnen, auf deren Körper die Kostüme ursprünglich zugeschneidert waren - hier auf einer erstorbenen Bühne ohne Zuschauerränge stehend - auch eine Referenz an Oskar Schlemmers »Triadisches Ballet«. Schlemmer beschreibt seine Kostüme als »ein Zwischenglied zwischen absoluter unmenschlicher Marionette und der natürlichen menschlichen Gestalt«. Der Mensch, insbesondere der tanzende Mensch, gilt auch Isadora Duncan, der Wegbereiterin des modernen Ausdruckstanzes, als Repräsentant einer höheren Ordnung, jedoch nicht als mathematisch-geometrisch bestimmbarer Typus wie bei Oskar Schlemmer, sondern als ein »natürlich« gedachter Körper in seiner Einheit aus Physis und Psyche. Zusammen mit der Fotoserie »The line and the circle in figuration«, die Susanne M. Winterling in einer Berliner Ballettschule aufnahm, geht »Isadoras Schal« dem utopischen Tanzbegriff Duncans nach - nicht ohne die Ahnung einer gewissen Vergeblichkeit mit dem Titel der Ausstellung vorwegzuschicken, denn ihr Schal wurde der Tänzerin zum Verhängnis, als er sich in den Radspeichen eines offenen Sportwagens verfing.
Elodie Pong / Simone Westerwinter / Susanne M. Winterling Pressemitteilung als pdf-Datei 687 KB
Öffnunszeiten zum Stuttgarter Art-Alarm am 13. und 14. September 2008:
Samstag bis Sonntag, 11.00 bis 20.00 Uhr |