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Einzelausstellung: Susanne Westerwinter - Picknick am Wegesrand (vorbei)

5 Februar 2011 bis 26 März 2011
  Susanne Westerwinter - Picknick am Wegesrand
Foto: Simone Westerwinter
 
  Parrotta Contemporary Art - Stuttgart

Parrotta Contemporary Art - Stuttgart
Augustenstr. 87-89
70197 Stuttgart
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)711 - 69 94 79 10
www.parrotta.de


Die Galerie Parrotta lädt ein zur Einzelschau der Künstlerin Simone Westerwinter »Picknick am Wegesrand«. Im selben Rahmen eröffnet eine von der Künstlerin kuratierte Gruppenausstellung mit den Künstlerinnen Helga Fanderl, Susanne Klary, Verena Klary, Susanne Kriemann, Patricia London Ante Paris, Nadine Maisenbacher, Susa Reinhardt und Susanne Starke.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf den gleichnamigen Titel eines Romans der russischen Schriftsteller Arkadi und Boris Strugatzki. 1976 erschien »Picknick am Wegesrand« in der deutschen Übersetzung. Später wurden einzelne Kapitel von dem russischen Filmemacher Andrey Tarkowski für seinen Film »Stalker« wieder aufgegriffen.

In Form einer Zukunftserzählung reflektiert das Buch über verschiedene Lebenswege, den Sinn des Lebens vor einem ethischen Hintergrund, über außerirdische Lebensformen, so wie mysteriöse Parallelwelten letzterer, die gleich einem Picknick bestimmte Spuren hinterlassen. Deren Anziehungskraft bei gleichzeitig lauernder Unheimlichkeit vereint Faszination und Gefahr. Vor diesem Hintergrund erscheint der Wegesrand als kognitive Grauzone, als Ziel auf dem Weg zur Erkenntnis von Welt selbst.

Der Weg hat viele Bedeutungen, welche die menschliche Alltagswelt zeichnen. Ein zufälliger Streckenabschnitt von A nach B, die Karriereentwicklung in einer persönlichen Lebenspassage, die Entwicklung einer geistigen Haltung nach bestimmten Wertorientierungsmustern.

Wege aller Art erhalten positiv oder negativ wertende Attribute wie geradlinig, bequem, effizient, steinig, verzweigt, direkt, sinnlos, ausgetreten, schön, mühevoll, verborgen, etc. Ein Picknick weckt meist positive Assoziationen. Erfahrungen wie Sinnlichkeit, Fröhlichkeit, Muße und Erholung stehen mit dieser genussvollen Aktivität in Verbindung.

Vor diesem Hintergrund sieht Simone Westerwinter ein Kunstwerk als Moment der Muße. Eine ästhetische Unterbrechung des Lebens im Sinne eines Picknicks am Wegesrand. Das Leben nimmt in Gedanken auf einer hübschen Plattform Platz und betrachtet sich selbst. In dieser ästhetischen Beobachtung zweiter Ordnung entfernt sich der Betrachter nicht vollständig von seinem konkreten Wege- und Bezugssystem. Er setzt sich an den Wegesrand, während sein Weltmodell in Sichtweite bleibt.

Für die Ausstellung versammelt die Künstlerin eigene und fremde Werke wie Picknicks entlang eines imaginären Weges durch die Galerie Parrotta. Der Weg führte sie dabei über Paris, Karlsruhe, Stuttgart, Dresden, München und Berlin.

Text: Galerie Parrotta

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