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Gruppenausstellung: Teddybär & Co - Die Suche nach Mythen in der Kunst (vorbei)

27 Juni 2003 bis 21 August 2003
  Teddybär & Co - Die Suche nach Mythen in der Kunst
Andy Warhol, Myths, 1981, Santa Claus
 
www.hilger.at Hilger modern

Hilger modern
Dorotheergasse 5
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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www.hilger.at


KünstlerInnen der Galerie - Alfred Hrdlicka, Oswald Oberhuber, Mel Ramos, Hans Staudacher oder Sebastian Weissenbacher, des artLabs - Christina Breitfuß, Matthias Hammer. Julie Hayward, Dejan Kaludjerovic, Andreas Leikauf, Bernhard Wolf - sowie eingeladene nationale und internationale Kunstschaffende wie beispielsweise Palestine Charlemagne, Tom Sachs, Deborah Sengl, David Spiller, Daniel Spoerri oder Robert Zeppl-Sperl werden Tafelbilder, Collagen, Grafiken, Skulpturen, Zeichnungen und Installationen in dieser interessanten Themenschau präsentieren.

Teddybären, Actionheros, Stofftiere, Mickey Mäuse, Gummibären sprich Helden geben sich auf künstlerischer Ebene ein Stelldichein. Der Teddybär, ein dem Bären nachgebildetes Stofftier für Kinder - so besagt es das Lexikon - als das Synonym für Kindheit im Sinne von Unbeschwertheit läuft fahnenschwingend voraus. Unsere Helden, die sich durch Unerschrockenheit und Mut auszeichnen, werden von KünstlerInnen mit völlig unterschiedlichen Kunstverständnissen aufgearbeitet, bearbeitet, und in diverse gesellschaftspolitische, ironische, kitschige und komplexe Zusammenhänge sowie Ebenen gebracht, um demontiert zu werden, um an den Kern des Mythos ein Stückchen näher heran zu kommen. Der verliehene Status des Mythos, der nach einem Ursprung der Welt, der Menschen oder der gesellschaftlichen Ordnung sucht, verleiht die Unsterblichkeit und Unverletzbarkeit.

Christina Breitfuß zeigt in ihrer zeichnerischen Auseinandersetzung Spidermans erfolglosen Kampf gegen den globalen Terrorismus. Errós Affinität zu Helden in Comicgestalten kämpfen wacker gegen die Vernichtung der Welt, gegen das Böse. Matthias Hammer spiesst mindestens 20 Stofftiere überzogen mit Polyester auf und fertigt damit quasi eine endlose Säule. Julie Haywards eigentümliche Mutation "Suck" wirft die Frage nach den Berührungspunkten zwischen Traum und Realität auf. Alfred Hrdlickas Gaumenfreuden zeigen sich in Form eines Lebkuchenmanderls. Seine Meinung zum Kasperle kann in der Gleichnamigen Zeichnung nachvollzogen werden. Jeff Koons` "Puppy" und Murakamis "Projekt KO2", Kleinskulpturen in großem Stil sowie Charlemagne Palestines "Fay" und Tom Sachs "Miffy" vervollständigen die Reihe der dreidimensionlen Arbeiten. Deborah Sengl verleiht dem Bären endlich wieder animalische Instinkte und Triebe und kehrt die ureigene Gefährlichkeit und Bedrohlichkeit hervor; Ohne Titel, eine Steckperlenarbeit aus der Serie "Oriontarnungnen". Bernard Rancillac platziert einen noch geschlossenen Koffer in den Ausstellungsräumen. Diverse Mickey Mäuse begleiten die Leinwandarbeiten von David Spiller und die Skulpturen des Spaniers Juan Loeck. Mythen und mystische Figuren, jedenfalls große Persönlichkeiten wie die auf den grossformatigen Siebdrucken abgebildeten "Santa Claus" oder "Dracula" haben Andy Warhol Zeit seines Lebens interessiert. Bernhard Wolf isoliert Bild und Text wohl bekannter Produkte ("Haribobär", aus der Serie: Leibstandarte Realität) und zeigt damit auf, wie stark die Werbung in unser bewusst-unbewussten Wahrnehmung verankert ist.

Schließlich: "Eine Welle der Begeisterung geht durch das Volk." (Sebastian Weissenbachers gleichnamiges Multiple)

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