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Einzelausstellung: Timm Rautert zum Siebzigsten - ENDLICHE ZEIT - Neue Portraits (vorbei)

18 September 2011 bis 11 November 2011
  Timm Rautert zum Siebzigsten - ENDLICHE ZEIT - Neue Portraits
Timm Rautert, »Salomé, 30 – Dominik, 30 – Anais Marika, 7 Monate«, Berlin, 2010, aus der Serie »Anfang«, C-print, je 50 x 50 cm
 
  Parrotta Contemporary Art - Stuttgart

Parrotta Contemporary Art - Stuttgart
Augustenstr. 87-89
70197 Stuttgart
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)711 - 69 94 79 10
www.parrotta.de


PRESSEMITTEILUNG

TIMM RAUTERT ZUM SIEBZIGSTEN

Ausstellung »Endliche Zeit«
Neue Porträts von Timm Rautert mit einer von ihm kuratierten Ausstellung mit Menschenbildern von:
Kristleifur Björnsson - Göran Gnaudschun - Bernhard Fuchs - Grit Hachmeister - Frank Höhle - Margret Hoppe - Tobias Zielony

Timm Rautert »Endliche Zeit«

Anlässlich des siebzigsten Geburtstages von Timm Rautert zeigt die Galerie Parrotta Contemporary Art eine Ausstellung zu fotografischen Menschenbildern, welche die Unterschiedlichkeit von menschlichen Beziehungen und Gemeinschaften zum Ausdruck bringt.Timm Rautert zeigt erstmals einen größeren Teil seiner neuen Arbeit ANFANG. Für zwei weitere Räume der Galerie hat Timm Rautert einige seiner MeisterschülerInnen, die sich explizit mit dem Bild des Menschen auseinandersetzen, eingeladen ihre Arbeiten zu zeigen.

Serie »ANFANG«
Timm Rauterts 2008 begonnene und sich weiter fortsetzendes Projekt ANFANG handelt von jungen Paaren, die sich entschlossen haben gemeinsam mit Kindern zu leben. Die Farbfotografien zeigen, jeweils in einem Triptychon, mittig das junge Paar mit Kind, oder den Kindern. Die Kamera schaut dann nach links und rechts, ohne den eingenommenen Standpunkt zu verlassen und formuliert so das private Umfeld des Paares.

Raum und Zeit fallen zusammen, in diesem Anfang ist ordnen und zerfallen eins.
Zerteilt in die drei Bilder des Triptychons, wird die Aufmerksamkeit des Betrachters besonders gefordert, er wird zum Zuschauer, der sich selber sieht, den Anfang schaut, vielleicht aber das Ende ahnt. Hier ist nicht ein Ende der Beziehung gemeint, Rautert geht es in diesen, wie in vielen seiner Bilder, um unser ständiges Bemühen einen Anfang zu finden, dem eine Dauer innewohnt. Die uns zur Verfügung stehende endliche Zeit steht dem entgegen:

»Uns überfüllts. Wir ordnens. Es zerfällt. Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.«
Rilke

Künstlerische Haltung
Timm Rauters Arbeit bewegt sich zwischen angewandter und künstlerischer Fotografie.
Diese beschäftigt sich oft mit sozialen Themen wie der veränderten Arbeitswelt, der Bedeutung von Arbeit oder gesellschaftlichen Randgruppen. Beim Fotografieren geht es nicht darum einen besonderen Moment zu dokumentieren, sondern den Betrachter zur Selbstreflexion und Infragestellung der eigenen Wahrnehmung anzuregen. Bei vielen seiner Arbeiten handelt es sich deshalb nicht um Einzelbilder, sondern um Serien. Zu den Bekanntesten gehört neben der Reihe »Deutsche in Uniform«, das »Gehäuse des Unsichtbaren« zur dritten industriellen Revolution und das Projekt »Eigenes Leben - Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft, in der wir leben«.

In den Jahren 2006 - 2008 zeigten das Museum der bildenden Künste Leipzig und das Sprengel Museum in Hannover, sowie die Ostdeutsche Galerie in Regensburg und das Rheinische Landesmuseum in Bonn eine umfassende Retrospektive seines Werkes.
2011 zeigte Timm Rautert bereits die Ausstellungen «Viel hilft viel« im Kunsthaus Essen und »Bilder aus Berechnung« im Museum für Photographie in Braunschweig.

Kurzbiographie
Timm Rautert, 1941 in Tuchel/Westpreußen geboren, studierte von 1966 bis 1971 bei Otto Steinert an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Seit 1970 bildjournalistische Arbeiten und freie Projekte. Für das ZEITmagazin fotografierte er seit 1974 in enger Kooperation mit dem Journalisten Michael Holzach überwiegend sozialkritische Themen. Von 1993 bis 2008 war er Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2008 erhielt er als erster Fotograf den Lovis-Corinth-Preis für sein Lebenswerk.

Timm Rautert ist in zahlreichen bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter: Art Collection Deutsche Börse, Frankfurt/Main - The Museum of Fine Arts, Houston, USA - The Olbricht Collection, Berlin - Rheinisches Landesmuseum, Bonn - Museum Folkwang, Essen - Museum der bildenden Künste, Leipzig - Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg - Kunstmuseum Bonn, Bonn - Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Berlin - Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main - DZ Bank, Frankfurt am Main - Deutsches Historisches Museum, Berlin - Zabludowicz Collection, London, UK

Aktuelle Publikationen

Vor kurzem ist bei Only Photography, Berlin das Buch »Timm Rautert - New York 1969 Tokyo …« erschienen, welches in einer besonderen Art der Gegenüberstellung ein nachhaltiges Verständnis für Geschichte und Entwicklung zweier vollständig andersartiger Kulturen vermittelt. Diesen Herbst erscheint bei Steidl zudem das monografische Buch »No Photography«. Er vereint Rauterts Serien über die Glaubensgemeinschaften der Amish und der Hutterer, die während seiner früheren Reisen nach Amerika entstanden, und die sein späteres Werk entscheidend beeinflusst haben.

»Rauterts genauer, kritischer Blick ist unverwechselbar; seine Bildreportagen sind Glanzlichter, die zum ästhetischen Kanon der Bundesrepublik gehören. ... als Professor [prägte er] in Leipzig eine ganze Generation von Fotografen ...«
F.A.Z.

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